Niko Wald im Interview
1. Erzählen Sie von Ihrer „ersten Begegnung“ mit dem Themengebiet “Globales Lernen”?
„Dumela!“ – so begrüßen sich die Menschen in Botswana. Mit zwölf Jahren hatte ich auf einer Freizeit das erste Mal Kontakt zu dem Land im südlichen Afrika. Neben ein paar Worten Setswana lernte ich damals viel über Land und Leute in Botswana, denn mein Heimatkirchenkreis auf dem Hunsrück und die evangelische Kirche in Botswana sind seit 1983 Partner. Aus der Partnerschaft wurde Freundschaft: 1999 und 2003 war ich Teilnehmer an deutsch-botswanischen Jugendcamps; seitdem zieht es mich immer wieder zu den Menschen dort. Dabei immer im Mittelpunkt: das Lernen von- und miteinander.
2. Seit wann beschäftigen Sie sich intensiv mit dem Themengebiet “Globales Lernen” und welcher Bereich liegt Ihnen besonders am Herzen?
Seit etwa 1999 liegt mir persönlich das südliche Afrika am Herzen. Ehrenamtlich und wissenschaftlich geht es bei mir seit 2000 um internationale Beziehungen und Organisationen, Entwicklungszusammenarbeit sowie um Chancen und Risiken internationaler Begegnungen, oft mit dem Schwerpunkt Botswana. Seit 2009 bin ich bei „Brot für die Welt“ – und dort für die Internetseite und die Social-Media-Kanäle des weltweiten Hilfswerks verantwortlich.
3. Welcher Schwerpunkt des Globalen Lernens bietet die Grundlage für Ihren Vortrag?
Bei meinem Vortrag stehen Erfahrungen und Beispiele aus der Online-Arbeit von „Brot für die Welt“ im Mittelpunkt.
4. Warum halten Sie “Globales Lernen” für wichtig?
Wir kaufen Waren aus Übersee, reisen innerhalb von wenigen Stunden in alle Welt und kommunizieren grenzenlos über Facebook und Co.: Unser Alltag ist längst global, aber unser Denken nicht. Was richtet mein Konsum in anderen Teilen der Welt an? Wer zahlt für mein Billigticket? Warum bleibt das Internet für viele verschlossen? Darauf brauchen wir Antworten. Nur, wenn Lernen weltumfassend ist, ist es wirklich umfassend.
