Posts Tagged ‘Kritik’

WIII: Öffentlicher Diskurs als Chance

Was bedeutet die Interaktion im Internet für meine Kommunikation?

Die wichtigste Regel ist, dass immer strukturiert kommuniziert werden muss. Die Kommunikation erfolgt nicht mehr einfach nur von A nach B. Die Kanäle sind nun viel weiter gefächert, da es beispielsweise über Kommentarfunktionen die Möglichkeit gibt, dass sich Außenstehende an Diskussionen beteiligen oder Beiträge bewerten.

Man muss sich bewusst machen: Was geschieht eigentlich mit meinem Beitrag im Netz? Der Beitrag ist nicht mit der Veröffentlichung abgeschlossen. Der Autor muss weiterhin präsent sein, um auf Reaktionen entsprechend handeln zu können. Negatives Feedback kann als Möglichkeit gesehen werden, den Beitrag zu überarbeiten und dem Thema gegebenenfalls nochmal einen neuen Dreh zu geben. Das ist ein Mehrwert für den Autor.

Ein Vorteil dieser Entwicklung ist, dass jeder Teil der öffentlichen Meinungsbildung werden kann. Allerdings muss sich der Autor dann aber auch den Reaktionen stellen. Harsche Kritik ist im Netz üblich und muss in Kauf genommen werden. Die Option nicht zu reagieren ist immer die Schlechteste. Die Chance des Diskurs ist, dass einfach und schnell überprüft werden kann welche Meinung gewisse Teilöffentlichkeiten zu gewissen Beiträgen, Themen, Institutionen usw. haben. Dabei muss immer auf Transparenz geachtet werden. Einfach alle negativen Kommentare zu löschen wirft ein schlechtes Licht auf den Autor oder die Organisation. Vielmehr sollten Diskussionen zu kritischen Themen intensiv begleitet und betreut werden. Ein gutes Beispiel dafür bietet der Shitstorm, der über Fressnapf nach einer unglücklich gewählten Werbekampagne hineinbrach.

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05 2012

WI: Digitale Kritik? Ruhe bewahren!

Im Workshop „Positionierung“ erklärt Christoph Heeb, wie Organisationen einen eigenen Blog nutzen können. Die Sprache in einem Blog sei im Gegensatz zur Unternehmenswebseite eher persönlich. Der Blog dient für Hintergrundinformation aber auch für den Dialog.

Wer im Internet publiziert, sollte auf jeden Fall “Social Media Monitoring” betreiben. Dieser Begriff beschreibt die regelmäßige Beobachtung von anderen Blogs und Einträgen in sozialen Netzwerken zur Organisation oder zu Themen, die die Organisation betreffen. Dabei müsse man sich bewusst sein, wer die natürlichen Gegner seien – wie zum Beispiel die Atomlobby und Greenpeace.

Auf Kritik sollte man auf jeden Fall zeitnah - am besten innerhalb eines Werktages - persönlich und transparent reagieren. Man sollte sich dann auf Gespräche einlassen und immer die Ruhe bewahren.

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05 2012