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WIII: Öffentlicher Diskurs als Chance

Was bedeutet die Interaktion im Internet für meine Kommunikation?

Die wichtigste Regel ist, dass immer strukturiert kommuniziert werden muss. Die Kommunikation erfolgt nicht mehr einfach nur von A nach B. Die Kanäle sind nun viel weiter gefächert, da es beispielsweise über Kommentarfunktionen die Möglichkeit gibt, dass sich Außenstehende an Diskussionen beteiligen oder Beiträge bewerten.

Man muss sich bewusst machen: Was geschieht eigentlich mit meinem Beitrag im Netz? Der Beitrag ist nicht mit der Veröffentlichung abgeschlossen. Der Autor muss weiterhin präsent sein, um auf Reaktionen entsprechend handeln zu können. Negatives Feedback kann als Möglichkeit gesehen werden, den Beitrag zu überarbeiten und dem Thema gegebenenfalls nochmal einen neuen Dreh zu geben. Das ist ein Mehrwert für den Autor.

Ein Vorteil dieser Entwicklung ist, dass jeder Teil der öffentlichen Meinungsbildung werden kann. Allerdings muss sich der Autor dann aber auch den Reaktionen stellen. Harsche Kritik ist im Netz üblich und muss in Kauf genommen werden. Die Option nicht zu reagieren ist immer die Schlechteste. Die Chance des Diskurs ist, dass einfach und schnell überprüft werden kann welche Meinung gewisse Teilöffentlichkeiten zu gewissen Beiträgen, Themen, Institutionen usw. haben. Dabei muss immer auf Transparenz geachtet werden. Einfach alle negativen Kommentare zu löschen wirft ein schlechtes Licht auf den Autor oder die Organisation. Vielmehr sollten Diskussionen zu kritischen Themen intensiv begleitet und betreut werden. Ein gutes Beispiel dafür bietet der Shitstorm, der über Fressnapf nach einer unglücklich gewählten Werbekampagne hineinbrach.

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05 2012

Wikipedia und das Wissen

In einer Welt mit vielen Informationen geraten Schüler und Studenten oft in einen Information Over Flow. Privat ist mittlerweile beinahe jeder in Facebook und anderen sozialen Netzwerken vertreten. Vieles wird dort automatisch organisiert. Laut Dr. Jürgen Fenn wollen die jungen Menschen deshalb weiteres Wissen nicht auch noch über Facebook oder Newsletter bekommen. Sie bevorzugen Wikis und ähnliche Portale.

In Zeiten von den neuen aufkommenden Schwierigkeiten in Sachen Datenschutz, empfehlen Datenschutzbeauftragte auch Portale wie Wikipedia.

Dr. Fenn erklärt, dass Wikipedia ausschließlich durch Spenden finanziert ist und die soziale Zielsetzung der Webseite die Anteilnahme an der Bildung ist. Die Autoren betreiben ein ehrenamtliches Engagement unter einer freien Lizenz und wollen ihr Wissen verbreiten.

Wikipedia ist mittlerweile auf Rang 7 der weltweit meist genutzten Webseiten. 95 % der 14-19 jährigen und 50% der Lehrer nutzen es für den Unterricht. Wikipedia holt die User dort ab wo sie sind und ist in 282 Sprachen zu erreichen.

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05 2012